Das Epoophoron der Henne und die Transformation seiner by Klaus-Dieter Budras

By Klaus-Dieter Budras

Dber das Epoophoron der Vogel einschlieBlich des Huhnes liegen nur liicken hafte Literaturangaben vor (s. u. ). Spezielle Kenntnisse iiber Bau, Bedeutung, Reichweite und altersabhangige Struktur sowie Lageveranderungen der Epo ophorontubuli fehlen. Durch die eigenen lichtoptischen Untersuchungen soUten die topographischen Beziehungen der Epoophorontubuli besonders zu Ovar und ebenniere abgehandelt werden. Die dabei gewonnenen Befunde iiber eine put up embryonale Umwandlung der WandepithelzeUen der Epoophorontubuli in steroidproduzierende Zellen des Eierstocks und der Nebennierenrinde werden durch elektronenoptische Untersuchungen abgeklart werden. Eine solche Um wandlung ist beim Vogel bisher nicht beschrieben worden. Sie ist nur von einigen Autoren urn die Jahrhundertwende fiir Mensch und Saugetier behauptet worden, und zwar von Aichel (1900) und decide (1901) als embryonales Geschehen fur die Nebenniere und von Harz (1883) und Chiarugi (1885) als embryonales und put up embryonales Geschehen fiir den Eierstock. II. Literatur Das Epoophoron geht bei Mensch und Wirbeltieren postembryonal aus der Epigenitalis des Mesonephros hervor. Beim M enschen entstehen Epoophoron und Paroophoron aus dem lumbalen, nicht degenerierenden Sechstel der Urniere (Starck, 1965). Sein Epoophoron besteht aus 10--14 Tubuli transversales, die in den Ductus longitudinalis (Gartner scher Gang) einmiinden (Horstmann/Stegner, 1966). Das Epithel der Tubuli transversales wurde von Mathis (1932) fUr Driisenepithel gehalten, das wie die Zellen des Nebenhodenganges (Heidenhain/Werner, 1924) sezernieren solI. Den basalen Zellabschnitt nennt Mathis "Praparanten" und den apikalen "Sezer nenten." Letzterer gibt fadige Sekret-Strukturen ab, die mit Kinocilien ver wechselbar seien.

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Die lumenseitige Bildung von Pinocytoseblaschen laBt deutlich nach, was mit dem zunehmcnden Verlust des Lumens cinhergeht. Dagegen nimmt die Zahl der Pinocytoseblaschen an der Basalmembran deutlich zu, so daB die Zellmembran hier oft stark zerklUftet ist. Das weist auf einen regen Stoffwechsel hin, wofur auch die zunehmende Vascularisation spricht. Andererseits ist eine deutliche Substanzabgabe erkennbar. Sie erfolgt einmal durch die AbstoBung der Kopfe del' schlanken Mikrovilli unter Erneuerung der Oberflachenmembran.

D. Budras: In bezug auf die Interrenalspongiocyten epoophorogener Abkunft bin ich der Meinung, daB auch sie im Dienst der Produktion von Geschlechtssteroiden stehen. Diese Meinung stiitzt sich auf 5 Sachverhalte, die die akzessorischen Interrenalknotchen betreffen. 1.

Sie wurden auch von Dahl (1970a) zwischen den interstitiellen Zellen und von Kjaerheim (1968a) zwischen den interrenalen Zellen in der subcapsularen Zone beschrieben und bestehen ebenso wie in den Tubuli aus Zona occludens und Zona adhaerens. Zwischen den interrenalen Zellen sind sie aber auch nur unregelmaBig vorhanden und wesentlich undeutlicher als in den Tubuli. Im Inneren der Nebenniere werden sie noch undeutlicher oder fehlen ganz. Diese zunehmende Undeutlichkeit der SchluBleisten zwischen den Nebennierenrindenzellen erklart auch, daB sie von fast allen elektronenoptisch untersuchenden Autoren nicht gefunden wurden.

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