Die rheumatische Hüfte by Heiner Thabe

By Heiner Thabe

Die entziindlich-rheumatischen Erkrankungen stehen nach wie vor im Vordergrund experimenteller und klinischer Forschungstatigkeit. Bis heute konnte trotz vielfaltiger Anstrengungen noch keine schliissige Erklarung fUr die ursachlichen Zusammenhange dieser Erkrankungen gegeben werden. Aufgrund unserer immer noch unzureichenden Kennt nisse iiber die Atiopathogenese sind uns deshalb auch heute noch in der Diagnostik und Therapie Grenzen gesetzt. Eine hinreichend begriindete kausale Behandlung ist derzeit noch nicht moglich. 1m Interesse der vie len Patienten, die an entziindlich-rheumatischen Erkrankungen, nament lich an der chronis chen Polyarthritis, leiden, sind weitere kontinuierliche Anstrengungen notig, urn das schwere Schicksal der betroffenen verbes sern zu helfen. Auch angesichts der groBen Zahl von knapp 2 Mio. males schen, die an diesen rheumatischen Erkrankungen leiden, und der hohen sozialmedizinischen Bedeutung, die sich aus diesem challenge entwickelt, ist diese Forderung nach Abklarung und Weiterentwicklung diagnosti scher und therapeutischer Moglichkeiten nachdriicklich hervorzuheben. Die entziindlich-rheumatischen Erkrankungen, v. a. die chronische Polyarthritis, konnen aIle synovialen Gelenke befallen. Wir wissen, daB die einzelnen Gelenke unterschiedlich haufig betroffen werden konnen. Das Hiiftgelenk steht dabei in der Haufigkeit des Befalls eher im Hinter grund. Wenn jedoch eine Hiiftgelenkaffektion eintritt, sind hier beson ders schwerwiegende Folgen fUr die Funktionsfahigkeit und Belastbar keit der unteren Extremitaten sowie fUr die Wirbelsaulen-Becken-Bein Statik in Rechnung zu stellen. Wahrend in den letzten Jahren beispielsweise fUr Affektionen des Kniegelenks aus diagnostischer und therapeutischer Sicht eingehendere Untersuchungen vorliegen, ist dies fUr das Hiiftgelenk bisher noch nicht in dem gebotenen MaBe erfolgt.

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Klinische Konstitutionslehre by Friedrich Curtius

By Friedrich Curtius

Seit der "Konstitutionellen Disposition zu inneren Krankheiten" von JUL. BAUER (3. Auflage 1924) sowie den "Grundzugen der klinischen Konsti tutionslehre" von BORCHARDT (2. Auflage 1930) ist in Deutschland und meines Wissens auch in Frankreich kein einschlagiges Buch mehr erschienen. Auch ein entsprechendes neueres Werk aus England ist mir nicht bekannt. Da sich im Laufe dieser Zeit recht viel auf dem Gebiet der Konstitutions forschung geandert hat, erschien es deshalb dringend erwunscht, diese Lucke auszufullen. Aus diesem Grunde wurde im Einvernehmen mit dem Springer-Verlag mein Beitrag zur letzten Auflage des Handbuches der inneren Medizin nunmehr auch als Sonderausgabe veroffentlicht, da es vielen Lesern erwunscht sein magazine, eine geschlossene Einzeldarstellung dieses auch heute so wichtigen Gebiets der allgemeinen Krankheitslehre zu besitzen. Den Herren Dr. H. FEIEREIS und Dr. H.-E. SEHNERT danke ich sehr fUr ihre HiIfe bei Korrektur und Anfertigung des Sachverzeichnisses. Der V erfasser. Inhaltsverzeichnis. Seite 1. Geschichtliche und begriffliche Grundlagen 1 1. Einleitung. . . . . . . . . . . . . . 1 2. Geschichtliches ........... 2 three. Konstitutionsbegriff und Aufgaben der Konstitutionsforschung five a) Konstitutionslehre oder Konstitutionspathologie? . . . . . 6 b) Individuelle und typologische Konstitutionslehre . . . . . eight c) 1st Konstitution ein morphologischer oder physiologischer Begriff? . 10 d) Konstitution und Rasse . . . . . . . . . . . . . II e) Phanotypischer Charakter des Konstitutionsbegriffs. . . . . . . thirteen f) Bedeutet Konstitution einen Dauerzustand? . . . . . . . . . . 18 g) Die Bedeutung des Ganzen und seiner Teile fiir den Konstitutionsbegriff 19 h) Zusammenfassung . . . . . . .. ............... 22 i) Abgrenzung der Konstitutionslehre von Anthropologie und Vererbungs.

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Politische Ökologie: Eine Einführung by P. C. Mayer-Tasch (auth.), Peter Cornelius Mayer-Tasch

By P. C. Mayer-Tasch (auth.), Peter Cornelius Mayer-Tasch (eds.)

Politische Ökologie thematisiert die politischen Bedingungen und Gestaltungen unseres Umganges mit der Natur. Vor dem Hintergrund der Grunddisziplinen der Politikwissenschaft (Politische Theorie, Politische Systemlehre und Internationale Politik) wird eine Einführung in diese neue Disziplin gegeben, die auf die existentiellen Herausforderungen der Gegenwart antwortet. Politische Ökologie bindet die naturwissenschaftliche Lehre vom gemeinsamen Haushalt der Natur in die sozialwissenschaftliche Reflexion über die politischen Bedingungen einer "nachhaltigen" Gestaltung des Lebens. Sie aktualisiert mithin die alte Frage, die den Ursprung der Politikwissenschaft kennzeichnet - die Frage nach dem guten Leben. Aus diesem Grunde ist der Politischen Ökologie eine normative Tendenz eigen. Die Fragwürdigkeit der Gegenwart ist der intuitive Ausgangspunkt dieser erfahrungsgesättigten "Leitwissenschaft der Postmoderne"; das Bild eines auf Zukunft angelegten guten Lebens ist ihr Leitbild. Politische Ökologie beschäftigt sich einerseits mit den philosophischen und kulturellen Grundlagen und der Genealogie unseres Naturverständnisses; sie fragt andererseits in staatlicher und über- bzw. zwischenstaatlicher Perspektive nach den politisch-institutionellen Bedingungen unseres Umgangs mit der Natur. Die Verbindung von empirischer (Politikfeld-) examine und normativer Tendenz kennzeichnet das Konzept der Politischen Ökologie, die, anders als die sogenannte "Umweltpolitik" durch Ganzheitlichkeit bestimmt wird.

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