30 Jahre Doppelsternforschung by Josef Hopmann (auth.)

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Landschaft im Wandel?: Zeitgenössische Landschaftsbegriffe in Wissenschaft, Planung und Alltag

Seit Mitte der 1990er Jahre ist Landschaft vermehrt Thema raumbezogener Wissenschaften; etwa zeitgleich hat der Begriff in politisch-programmatischen Dokumenten an Bedeutung gewonnen. Dorothea Hokema untersucht weniger den physischen Raum als vielmehr den Landschaftsbegriff. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Auffassung, Landschaft sei eine soziale Konstruktion, die – je nach Kultur, Sozialisation oder Interessen – verschieden ist.

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Oder - davon geht Kelsen aus eine Verfassung wird einfach gesetzt. Wegen ihrer inhaltlichen Beliebigkeit wurde die Reine Rechtslehre auch als "Reine Rechtsleere" verballhornt. Diese Kritik ist ihrerseits leer, denn sie übersieht, dass es Kelsen gar nicht darum ging, bestimmte Inhalte des Rechts zu begründen. Festzuhalten bleibt, dass für Kelsen das "Recht" ist, was das Recht selbst als Recht definiert. Ähnliches sagt vor einem systemtheoretischen Hintergrund Niklas Luhmann (1927-1998). 8 2. Der reale Rechtsbegriff (Rechtsrealismus) Der rechtsreale Ansatz befasst sich mit den Rechtstatsachen, mit dem Recht, so wie es gelebt wird, dem law in action - im Gegensatz zu Kelsen und Luhmann, die sich auf das geschriebene Recht, das law in the books, konzentrieren.

Hans Albert, Traktat über kritische Vernunft, 1991, 13. 24 § 1 Öffentliches Recht und Ökonomik hätte. " 25 Denn wenn andere Richter ebenso entscheiden würden, würden sie der getroffenen Entscheidung zustimmen. Die Konsensethik verlangt heute allerdings, dass nicht nur andere Richter, sondern auch die Streitparteien zustimmen würden. Hinsichtlich der Frage der Zustimmungsfähigkeit ist zwar richtig, dass Aussagen zum richtigen Recht nicht endgültig begründbar sind und dass sie nur eine relative raum-zeitliche Gültigkeit besitzen.

Diese Ansicht wird durchaus vertreten. Wie ein Herkules 18 müsse der Richter in jedem Streitfall die einzige rechtlich richtige Entscheidung ermitteln. Diese schwere Aufgabe können die Rechtsanwender aber nur bewältigen, wenn sie Mittel besitzen, durch die sie die einzig richtige rechtliche Entscheidung erkennen können. Die Instrumente, mit denen die Rechtsanwender das Recht konkretisieren, finden sich in der Methodenlehre. Sie verhelfen zwar dazu, Rechtsnormen richtig zu verstehen. Die Erfahrung zeigt aber, dass in vielen Fällen auch eine methodengeleitete Auslegung nicht zu einem eindeutigen Ergebnis führt.

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